Montag, 25. April 2011

4. Die Evangelische Anstaltserziehung - Schwarze Pädagogik!

Wie wurde ich, was ich bin? 


Als ich Mitte der 80er Jahre im letzten Jahrhundert damit begann, mich für meine Vergangenheit zu interessieren, stand ich vor einem großen Problem. Ich hatte ja nie richtig die Möglichkeit gehabt, meine Eltern oder die Großeltern zu befragen, wie das normaler weise der Fall gewesen wäre. So versuchte ich viel zu lesen, um nicht länger im Dunkeln zu tappen, und um mich selbst besser verstehen zu lernen. 
Der Begriff Schwarze Pädagogik wurde erstmal durch die Soziologin Katharina Rutschky 1977 eingeführt, ist aber durchaus und gerade auf die Vergangenheit anwendbar. Siehe auch den Link unter den beiden Bildern.

Das alte Knabenhaus
Das alte Mädchenhaus














Schwarze Pädagogik (in Arbeit)


Vorwort 


Vorausschicken möchte ich, dass ich keine wissenschaftliche Ausbildung besitze, sei es nun als Erziehungswissenschaftler oder als Pädagoge. So sind meine Betrachtungen sehr laienhaft und basieren daher eigentlich auf der eigenen Wahrnehmung in der Gotteshütte, als auch auf dem einen oder anderem, welches ich mal zum Thema gelesen habe.

Im Mittelpunkt meiner Betrachtungen steht das Buch "Die evangelische Anstaltserziehung" (mit besonderer Berücksichtigung der Fürsorgeerziehung). Die Autoren sind:

Pastor Steinwachs, Direktor der Neinstedter Anstalten in Neinstedt a. Harz.
Pastor Backhausen, Vorsteher der Erziehungsanstalten Kronsberg vor Hannover.
Pastor Voigt, Vorsteher der Schleswig-Holsteinschen Diakonenanstalt zu Rickling in Holstein.

Das Buch nennt sich Leitfaden zur Ausbildung von Erziehern in Anstalten für männliche Zöglinge. Erschienen ist es 1922 im Verlag des Stephansstifts, Hannover.

Legt man zugrunde, dass das Buch über eine zweijährige Vorlaufzeit oder auch mehr entstanden ist, kann man sich leicht ausmalen, wie sehr die Autoren durch geschichtliche Ereignisse beeinflusst wurden. Erinnert sei an den ersten Weltkrieg, nach dem Preussens Gloria, und somit auch der Einfluss der evangelischen Kirche in Deutschland darnieder lag. Solche Gedanken dürften bei der Entstehung dieses Leitfadens gewiss eine Rolle gespielt haben, wo es das alte Kaiserreich nicht mehr gab, aber die Kirchen auf tradierte Werte nicht verzichten wollten, denn nichts fürchteten sie mehr, wie die Demokratie, den Sozialismus und noch mehr den Kommunismus; so sehr, wie der Teufel das Weihwasser. Somit hat nach meiner Ansicht dieser Leitfaden auch einen rückwärts gewandten weltanschaulichen und politischen Hintergrund. Es galt alte und konservative als auch religiöse Werte, Hand in Hand mit der neu geschaffenen Weimarer Republik, zu bewahren.

Hier als Zitat, ein Auszug aus dem Vorwort der Verfasser:
Das Lehrbuch für Anstaltserziehung will eine Lücke in der pädagogischen Arbeit ausfüllen. Über Anstaltserziehung gibt es auf evangelischer Seite noch kein zusammenhängendes Lehrbuch. Dieser Mangel wird nicht nur von denen empfunden, welche Erziehungsanstalten zu leiten haben, sondern auch von denen, die Anstaltserzieher vorzubilden haben, vor allem von den Lehrern der Diakonieanstalten. So hat denn die Brüderhausvorsteherkonferenz die Unterzeichneten beauftragt, ein Lehrbuch  für Anstaltserziehung zu verfassen und zwar mit der Beschränkung auf männliche Zöglinge. 


Kommentare:

Martin Mitchell hat gesagt…

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Der Verein ehemaliger Heimkinder e.V. steht zur Verfügung!

BITTE teilen! und/oder an die entsprechenden Institutionen schicken! - DANKE!

ANFANG DES ZITATS.

Aufruf an Universitäten, Fachhochschulen, Schulen und Studierende mit dem Studienziel - Fachbereich Pädagogik und/oder Psychologie!

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Verein ehemaliger Heimkinder e. V. (VEH e.V.) hat sich 2004 gegründet, um die Interessen ehemaliger Heimkinder zu vertreten. Nach der Gründung wurde der Verein in Aachen in das Vereinsregister eingetragen und vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt.
Anlass für die Gründung des Vereins waren systematische Straftaten an Heimkindern und massive Menschenrechtsverletzungen, die Kindern und Jugendlichen in der Zeit von 1945 bis 1975 und darüber hinaus in kirchlichen und staatlichen Heimen widerfahren sind. Im VEH e.V. vertreten sind Ehemalige aus Waisenhäusern, Kleinkinderheimen, Kinderheimen, Jugendheimen, Erziehungsheimen, Behindertenheimen, Kinder- und Jugendpsychiatrien, sowie auch aus Spezialheimen und Jugendwerkhöfen in der Ex-DDR.

Die Heime in den alten Bundesländern waren kirchlich (beide großen Konfessionen, ca. 80%), staatlich, kommunal und privat, die Heime in der ehemaligen DDR hingegen waren überwiegend staatlich organisiert.

Der Verein will das Unrecht aufklären und öffentlich bekannt machen sowie Kontakte unter den Betroffenen ermöglichen. Er setzt sich dafür ein, dass die Betroffenen Entschädigungen in Form von Opferrenten, Lohnnachzahlungen, Schmerzensgeld erhalten.

Weiter sieht der Verein es als seine Aufgabe, aufzuklären, zu berichten, durch die Geschichte zu sensibilisieren, sich aktiv um Veränderung, Prävention und Aufklärung des Erziehernachwuchses zu kümmern.

Wir sind sicher, dass es einen großen Bedarf gibt, ein Bewusstsein für die in Ausbildung stehenden zukünftigen pädagogischen Kräfte auch – und vielleicht besonders – für die horrenden Fehler der Vergangenheit zu schaffen, die Hunderttausende mit deutlichen Einschränkungen der Lebensqualität zahlen mussten und heute noch zahlen.

Unser Angebot richtet sich an Schulen, FHS, Unis und Studierende, die InterviewpartnerInnen für Masterarbeiten und ähnliches suchen.

Der VEH e.V. kann Kontakte zu Opfern und Überlebenden der Schwarzen Pädagogik vermitteln, um im begrenzten Rahmen Projekte an Schulen und Unis im Bereich Pädagogik und Psychologie zu unterstützen.

Projektthemen könnten sein:
● Bindungsproblematiken in Kindheit und Jugend
● Gewalt unter HeimbewohnerInnen
● Gewalt ausgehend von ErzieherInnen und anderen Angestellten
● Mobbing
● Übergriffigkeit
● sexuelle Gewalt
● Missbrauch
● Zwang
● Isolierung
● Aus der Heimzeit resultierende Konflikte

Weiter kann in solchen Projekten sehr nachhaltig gezeigt werden, welche oftmals lebenslangen Schäden entstanden sind, welches Leid noch heute bei den Opfern vorhanden ist, welche Kämpfe Ehemalige mit Behörden, Trägern, Kirchen haben, wie sie um Entschädigungen und Anerkennung kämpfen müssen.

Wir bieten GesprächspartnerInnen, die in vorzugsweise kleinen Projektgruppen ihre Geschichte erzählen und damit Möglichkeiten zur Ausarbeitung wirksamer Prävention aufzeigen können.

Bitte wenden Sie sich an den Vorstand um Gesprächspartner vermittelt zu bekommen.

Kontakte:
Heidi Dettinger – Mail: h.dettinger@veh-ev.eu
Dirk Friedrich – Mail: d.friedrich@veh-ev.eu

Mit freundlichen Grüßen

Der Vorstand

Verein ehemaliger Heimkinder e. V. (VEH e.V)

DAS ZITAT IST HIERMIT ABGESCHLOSSEN.

QUELLE: https://web.facebook.com/VEHeV/posts/703635363070288

BITTE teilen! und/oder an die entsprechenden Institutionen schicken! - DANKE!

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Eine meiner eigenen von mir von Australien aus betriebenen Webseiten ist http://www.ehemalige-heimkinder-tatsachen.com ( Ja, ich lebe in Australien, schon seit dem 24.03.1964; mit 17½ Jahren direkt aus dem westdeutschen „Erziehungsheim für Schwererziehbare“ – ev.-luth. ANSTALT FREISTATT IM WIETINGSMOOR – nach Australien ausgewandert )
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Manfred Zielke hat gesagt…

Hallo Martin,

habe deinen Kommentar auf meinem Blog veröffentlicht.

Gruß Manfred

Martin Mitchell hat gesagt…

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Der Verein ehemaliger Heimkinder e.V. teilt mit und gibt weitestgehend bekannt.

ZITAT ANFANG.

Betrifft: Aufruf an Ehemalige wegen OEG = Opferentschädigungsgesetz!

Wir freuen uns riesig, das wir ein juristisch wie auch wissenschaftlich fundiertes Team gefunden haben, dass sich um ehemalige Heimkinder, die den Weg zum OEG gehen wollen unterstützen wird; [dass] alle ehemaligen Heimkinder, die keinen Beratungshilfeschein bekommen oder keine Prozesskostenhilfe erhalten, unentgeltlich vertreten werden können.

Interessierte Ehemalige sollten sich beim Vorstand des VEH e.V. [ Verein ehemaliger Heimkinder e.V. ] melden und sich informieren. Der Vorstand wird vermitteln!

Wichtig hierbei ist, das die Ehemaligen mitarbeiten und sich bemühen ihre Unterlagen und anderweitiges Material, das zur Klageerhebung wichtig ist – dem juristisch-wissenschaftlichen Team – zur Verfügung (z. B. Kopien) [zu] stellen. – Es fallen bis zum gerichtlichen Abschlußbescheid keine Kosten an. Bei Erfolg der Klage ist ein tariflich vertraglich vereinbartes Honorar an das außerhalb des Vereins arbeitende Team zu zahlen. – Der VEH e.V. - um allen Gerüchten vorzubeugen - wird keine Zahlungen erhalten. Er ist und bleibt nur Vermittler!

Noch ein wichtiger Hinweis!

Wir werden ab und an gefragt, warum wir auf das OEG hinweisen. Das wäre doch keine Entschädigung, die wir immer wieder fordern würden. Stimmt! Aber solang wir noch kämpfen, sollte jede/r zumindest die Chance bekommen die wenigen Möglichkeiten die einem als Opfer bleiben auszuschöpfen. Dies gilt genau so auch für die Almosen aus dem Hilfsfonds. – Egal wie lang es dauern wird, wir bestehen auf eine wahrhaftige Entschädigung! Basta!

Bei Interesse melden sie sich bitte erst einmal schriftlich bei:

Heidi Dettinger – Mail: h.dettinger@veh-ev.eu
und / oder
Dirk Friedrich – Mail: d.friedrich@veh-ev.eu

Der Vorstand

Verein ehemaliger Heimkinder e. V. (VEH e.V.)

ZITAT ENDE.

QUELLE: https://web.facebook.com/VEHeV/?fref=nf
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Martin Mitchell hat gesagt…

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Der Verein ehemaliger Heimkinder e.V. (VEH e.V.) hat gleichfalls für seine Mitglieder sowohl wie auch für Betroffene (Ehemalige Heimkinder!), die nicht Mitglieder im Verein sind *mehr eingehend ausgeführt* was genau es sich mit dem »Aufruf an Ehemalige wegen OEG = Opferentschädigungsgesetz!« auf sich hat.

Diese detailierte Ausführung, unter dem Titel »Juristische und psychologische Hilfen beim OEG-Verfahren« ist jetzt an vielen, vielen Stellen im Internet aufrufbar, u.a., auch auf der Vereinswebseite des VEH e.V.

@ http://www.veh-ev.eu/home/vehevinf/public_html/gerichtsverhandlungen/juristische-und-psychologische-hilfen-beim-oeg-verfahren/

und auf dem informativen Internetauftritt EHEMALIGE-HEIMKINDER-TATSACHEN.COM

@ http://www.ehemalige-heimkinder-tatsachen.com/viewtopic.php?p=1081#p1081
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Martin Mitchell hat gesagt…

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Der Verein ehemaliger Heimkinder e.V. (VEH e.V.) hat gleichfalls für seine Mitglieder sowohl wie auch für Betroffene (Ehemalige Heimkinder!), die nicht Mitglieder im Verein sind *mehr eingehend ausgeführt* was genau es sich mit dem »Aufruf an Ehemalige wegen OEG = Opferentschädigungsgesetz!« auf sich hat.

Diese detailierte Ausführung, unter dem Titel »Juristische und psychologische Hilfen beim OEG-Verfahren« ist jetzt an vielen, vielen Stellen im Internet aufrufbar, u.a., auch auf der Vereinswebseite des VEH e.V.

@ http://www.veh-ev.eu/home/vehevinf/public_html/gerichtsverhandlungen/juristische-und-psychologische-hilfen-beim-oeg-verfahren/

und auf dem informativen Internetauftritt EHEMALIGE-HEIMKINDER-TATSACHEN.COM

@ http://www.ehemalige-heimkinder-tatsachen.com/viewtopic.php?p=1081#p1081
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Manfred Zielke hat gesagt…

Hallo Martin,

habe deinen Kommentar veröffentlicht. Ich muss allerdings darauf hinweisen, dass mein Interesse an der Heimerziehung eher historischer Natur ist, und weniger gegenwartsbezogen. Es hat Jahre gebraucht, bis ich das verinnerlicht habe.

Gruß Manfred